Live In Ausgabe Februar 2017


Liebe Leserinnen, liebe Leser,

das fing ja schon mal nicht so berauschend an, oder? Den Start ins neue Jahr mussten die LIVE IN - Leser erst mal ohne Januarausgabe bestreiten. Und wurden daher aufgrund unserer kleinen Winterpause nicht mit den besten Empfehlungen auf dem Veranstaltungssektor versorgt. Wie ging’s Euch damit? Uns ehrlich gesagt auch nicht besonders gut.

Denn zum durchwachsenen Gefühl im Januar kommt, dass zwar nach dem letzten Jahr die einhellige Meinung zu sein scheint, 2017 könne nur besser werden, aber was heißt das schon? Denn von zahlreichen Stimmen im Netz wird dem noch jungen Jahr prognostiziert, ein „Jahr des Hasses“ zu werden. Grund dafür sind die steigende Zahl von Hasskommentaren im Internet und die Anfeindungen rechtspopulistischer Gruppen. 

Die Kommentarfunktion in den sozialen Netzwerken hat zu einer regelrechten Verrohung der Gesellschaft geführt, so scheint es. Hemmungs- und zügellos wird da drauf los kommentiert, ohne Rücksicht auf die virale Wirkung (hier kann man wohl wirklich von einem Virus sprechen) oder sich beim Schreiben Gedanken darüber zu machen, dass es immer noch um Menschen geht - egal welches Amt sie bekleiden oder welcher Randgruppe sie zugerechnet werden.

Aber muss man da mitmachen? – Wie kann man diesem Trend entgegentreten? 

Vielleicht sollten wir mit positiven Statements und lebensbejahenden Beiträgen die Hetzparolen bekämpfen. Die Kommentarfunktion als solche ist ja erst einmal neutral. Es steht also jedem frei, in den entsprechenden Portalen und Netzwerken eine angemessene Gesprächkultur zu pflegen und hochzuhalten. Damit die Rede- und Meinungsfreiheit ein Segen für die Gesellschaft bleibt. Und kein Fluch. Außerdem schadet es sicher nicht, hin und wieder von den schönen Seiten des Lebens zu berichten. Die gibt es ja auch noch. 

Vielleicht nimmt man diesem Ort des Austauschs aber einfach etwas Bedeutung durch nicht-mitmachen. Und erlebt stattdessen lieber im direkten Austausch mit anderen Menschen etwas. Etwas Einzigartiges, woran man sich gern erinnert, von dem man erzählen kann und das gemeinsam mehr Spaß macht. Erlebnisse, die einen nicht unbedingt karrieretechnisch weiterbringen müssen. Aber bei denen man seine Zeit genossen hat. Denn das ist das Leben. Und das findet immer noch außerhalb des Netzes statt.

Dafür haben wir Allgäuer im Februar wieder reichlich Gelegenheit bei vielen Konzerten, im Nachtleben, kulturellen Events und natürlich im Fasching, der der Fastenzeit vorausgeht.

Bevor wir uns aber in Enthaltsamkeit üben, um die Kalorien der verzehrten gefüllten Krapfen wieder zu verlieren, freuen wir uns auf viel Musik und visuelle Eindrücke und vielleicht sehen wir ja den ein oder anderen von Euch auf der Piste. 

Bleibt aktiv und aufgeweckt,

Eure Redaktion

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